Betten machen

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Junge Frau beim Betten machen

Bettenmachen - Pro und contra

Beim Thema Bettenmachen, also Aufschütteln und Arrangieren von Bettdecke und Kissen, spaltet die Nation sich in zwei Lager: eines plädiert für das allmorgendliche Bettenmachen, das andere dafür, das Bett ungemacht zu lassen. Beide Lager haben gute Gründe für ihre Meinung. An dieser Stelle soll für den dritten Weg plädiert werden: Betten machen, aber richtig! Doch zunächst zu den Gründen für und gegen das Bettenmachen.

 

Pro: Jeden Morgen das Bett zudecken und stylen

Ein gemachtes Bett sieht einfach schöner aus! Das Zimmer wirkt sofort hübscher und wohnlicher und macht zudem einen deutlich besseren Eindruck auf eventuelle Besucher. Außerdem sind Menschen, die morgens ihr Bett machen, glücklicher als die anderen, wie Judy Dutton in einem Beitrag für Psychology Today 2012 das Ergebnis einer Untersuchung mit 68000 Teilnehmern beschrieben hat (https://www.psychologytoday.com/blog/brain-candy/201208/make-your-bed-change-your-life). Menschen, die morgens ihr Bett machen, haben das gute Gefühl, früh am Tag schon etwas geschafft zu haben, und profitieren außerdem von einer geordneten Umgebung. Die in der Untersuchung festgestellte Korrelation zwischen Glück und verschiedenen Lebensumständen kann man allerdings auch andersherum deuten: glückliche Menschen, die außerdem ihre Arbeit mögen, ein Eigenheim besitzen, regelmäßig Sport treiben und ausgeschlafen aufwachen, machen auch morgens ihr Bett.

 

Contra: Decke beiseite schieben und fertig?

Während der Nachtruhe verlieren wir zahlreiche winzig kleine Hautschuppen, Haare und durch Schwitzen eine Menge Wasser. Wenn wir dann morgens das Bett verlassen, hinterlassen wir ein Paradies für die leider in jedem Bett unvermeidlich vorkommenden Milben. Sie mögen es warm und feucht und fressen sich an unseren Hautschuppen satt. Sehen können wir sie nicht, aber werden die Milben zu zahlreich, wirken Allergene im Milbenkot unter Umständen allergieauslösend. Wird gleich nach dem Aufstehen die Bettdecke auf dem Bett ausgebreitet, kann die Feuchtigkeit schlecht entweichen und das feucht-warme Wohlfühlklima für die Milben bleibt lange erhalten. Wer die Anzahl der Milben dezimieren und sich selbst etwas Gutes tun möchte, verzichtet darauf, die Decke auf dem Bett auszubreiten, sondern lässt die Matratze unbedeckt trocknen.


 

Die Lösung: Bettenmachen, aber richtig!

Das Wichtigste nach dem Aufstehen ist viel frische Luft. Bett aufdecken und Kissen und Bettdecke gut auslüften, am besten draußen an der frischen Luft. Nachdem das Bettzeug gut gelüftet ist, darf das Bett gestylt werden. Man muss ja nicht unbedingt die Decke auf dem ganzen Bett ausbreiten. Ansprechend sieht es auch aus, wenn die Decke zur Hälfte oder zu Dritteln gefaltet ans Fußende gelegt und schön glattgestrichen wird.

  • Entscheidend ist das Lüften des Schlafraumes. Schaffen Sie trockenes Raumklima durch Stoßlüften (Fenster kurz groß öffnen). Hausstaubmilben benötigen eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60%, um sich zu vermehren.
  • Die Spinnentierchen reagieren sehr empfindlich auf ungünstige Temperaturen. Eine Nacht im Gefrierschrank oder mehrere Stunden in der Sauna bei über 60° macht vielen von ihnen den Garaus.
  • Häufiges Wechseln der Bettwäsche hilft, denn dadurch werden Milbenleichen und Kot entfernt.
  • Gründliches Reinigen von Teppichen, Matratzen und Kuscheltieren oder Deko hilft ebenfalls, die Belastung durch Milben zu verringern.

 

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